Corona-Pandemie:
Entschädigung bei Flugausfall oder Flugverspätung

Flug ausgefallen in der Corona-Krise? Ticketkostenerstattung oder Entschädigung sichern. Ferienhäuser in Deutschland: Bereits gezahlte Übernachtungskosten müssen erstattet werden.

Die COVID 19-/Corona-Pandemie verhindert eine sichere Reiseplanung: Flüge fallen aus. Pauschalreisen werden abgesagt. Kreuzfahrtschiffe bleiben im Hafen. Neue Reisewarnungen rattern fast täglich über den Ticker. 

Problem in Coronavirus-Zeiten: Viele Fluggesellschaften und Reiseveranstalter informieren Ihre Kunden nicht über ihren Anspruch auf Entschädigung. Wussten Sie es? Lässt die Fluggesellschaft einen Flug ausfallen, steht Ihnen als Reisender eine Ticketkostenerstattung oder sogar eine Entschädigung zu. Geld statt Gutschein also.

Beherbergungsverbot: Erstattung gezahlter Übernachtungskosten

Corona-Risikogebiet Deutschland – Urlauber aus deutschen COVID 19-Hotspots dürfen in manchen Bundesländern nicht mehr in gewerblichen Unterkünften (Hotels, Pensionen, Ferienhäusern, Ferienwohnungen) übernachten. Ausnahme: Der Reisende kann einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48h ist. Familienbesuche und Pendlerverkehre sind weiterhin erlaubt, ebenso private Übernachtungen bei Freunden oder Verwandten. Wichtig: Bereits gezahlte Übernachtungskosten müssen erstattet werden.

Weitere Infos über Ihren Urlaub in Deutschland erhalten Sie hier  +++

Corona-Pandemie: Erstattung des Reisepreises

Das deutsche Reiserecht sieht vor, dass Reiseveranstalter verpflichtet sind, den vollen Reisepreis zu erstatten, wenn die Reise aufgrund einer Pandemie nicht stattfinden kann. 

Corona: Keine Stornogebühren bei Pandemie

Und: Die aktuelle Rechtslage ist sehr verbraucherfreundlich. Nach §651h Abs. 3 BGB dürfen im Falle einer Pandemie keine Stornogebühren berechnet werden. Das AG Frankfurt am Main hat nun die Rechtssprechung ausgeweitet. Eine Reisewarnung ist für eine kostenlose Stornierung nicht zwingend erforderlich. Es reiche aus, dass “eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus“ besteht.

“Wichtig war bislang immer eine Reisewarnung”, sagt unser Kooperationsanwalt Stefan Pape. “Wenn für ein Reisegebiet eine offizielle Reisewarnung besteht, dürfen die Veranstalter keine Stornogebühren berechnen. Das Urteil vom AG Frankfurt am Main hat die Ansicht vieler Reiserechtsexperten bestätigt. Derzeit gibt es einfach zu viele unbekannte Faktoren. Wie hoch ist das Risiko tatsächlich, sich im Urlaub mit dem Virus anzustecken? Die stark gestiegenen Neuansteckungen der letzten Wochen legen auch einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Ansteckungswahrscheinlichkeit und einer Reise nahe. Wenn während meines Urlaubs eine Reisewarnung ausgesprochen wird, wie regiert dann mein Arbeitgeber -gerade bei der neuen Quarantäne-Regelung? Reisende wollen und brauchen Planungssicherheit. Meiner Meinung nach können Reisende daher derzeit sämtliche Reisen kostenlos stornieren, egal ob bis dahin eine Reisewarnung besteht oder nicht.”

Corona-Krise: Sie benötigen bei einem Reisemangel kompetente und schnelle Beratung?

Das ReiseRecht-Team unterstützt Sie auch bei Ihrer Forderung nach einer Entschädigung.

Erstberatung kostenlos. Gebühren nur bei Erfolg fällig. Übernahme sämtlicher Gerichtskosten.

Corona-Krise: ReiseRecht in der Corona COVID 19-Pandemie

Buchung Ferienhaus in der Corona-Krise: Wo kann ich in Deutschland noch Urlaub machen?

Deutschland hat aktuell mit steigenden Corona-Neuinfektionen zu kämpfen. In vielen Bundesländern gilt daher ein Beherbungsverbot für Urlauber aus deutschen Risiko-Hotspots – dies gilt auch für Ferienhäuser und Ferienwohnungen. 

Für Einwohner aus den Risikogebieten gibt es derzeit in zahlreichen Bundesländern Beherbergungsverbote. Der Reisende darf also in diesen Bundesländern nicht übernachten. Der Gastwirt darf die Reisenden aber auch nicht aufnehmen. Die Durchsetzung des Vertrages ist somit beiden Seiten unmöglich. Das immerhin Gute: Urlauber müssen bereits gezahlte Übernachtungspreise erstattet bekommen.

Covid 19: Das Coronavirus - alle Fakten, alle Informationen (FAQ)

Ich vermute, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. An wen wende ich mich?

Kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt. Den ärtzlichen Bereitschaftsdienst können Sie unter der Nummer 116117 erreichen.

Corona aktuell: Diese Länder gelten als Risikogebiete

Eine Liste der Gebiete, die aktuell zu Risikogebietem erklärt wurden, finden Sie hier

In der Regel erklärt das Robert Koch-Institut ein Gebiet zu einem Risikogebiet, das Auswärtige Amt kann mit einer Reisewarnung folgen. Eine Reisewarnung hat wesentliche Auswirkungen innerhalb des ReiseRechts. So können Reisen während einer Reisewarnung in der Regel kostenfrei storniert werden. Sie haben weitere Fragen zu dem Thema „Corona und Reiseprobleme“? Gerne beraten Sie unsere ReiseRecht-Experten und unterstützen Sie, Ihren Anspruch auf eine Entschädigung durchzusetzen.

„Eine vorzeitige Aufhebung der Reisewarnung wird im länderspezifischen Einzelfall gesondert bekannt gegeben. Überschreitet ein Land oder eine Region die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen, können Reisewarnungen wieder ausgesprochen werden.“ (Auswärtiges Amt)

Was sind eindeutige Coronavirus-/COVID-19-Symptome?

Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber oder Geruchs- oder Geschmacksverlust.

Corona: Urlaub in Deutschland

Sie machen Urlaub in Deutschland? Bitte beachten Sie die Regeln im jeweiligen Bundesland. Diese sind aufgrund der Corona-Infizierten von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So war Mecklenburg-Vorpommern von der Corona-Pandemie nicht so stark betroffen wie Bayern oder Baden-Württemberg. Wichtig: Wenn Sie aus einer Region kommen, in der sich besonders viele Menschen infiziert haben, können Sie in einigen Bundesländern nicht in einem Hotel (odere ähnlichem) übernachten. In den meisten Fällen reicht aber auch das Vorweisen eines negativen Coronatests, der allerdings bei Vorlage nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Coronavirus: Urlaub in ausländischen Risikogebieten

Der Urlaub in EU-Ländern und weiteren europäischen Staaten ist grundsätzlich möglich; es gibt derzeit keine Grenzkontrollen. Da sich die Bestimmungen innerhalb dieser Länder jedoch häufig ändern, informieren Sie sich rechtzeitig auf den Seiten des Gesundheitsminsteriums und des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Was kann zu Problemen führen? 1. Es können bestimmte Einreisebestimmungen für die jeweiligen Ländern gelten, wie zum Beispiel die Vorlage eines QR-Code (Spanien). 2. Es gibt Ländern, in denen eine Einreise aus Deutschland nicht möglich ist 3. Informieren Sie sich auch über die Einreise aus einem Risikogebiet.

So stornieren Sie kostenfrei Ihre Pauschalreise in Zeiten der Corona-Pandemie!

Kunden können eine Pauschalreise kostenfrei stornieren, zum Beispiel am Ferienort „unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände“ auftreten, die eine Umsetzung der Pauschalreise beeinträchtigen. 

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes aufgrund der COVID 19-Pandemie kann einer dieser Gründe sein. 

Leider informieren viele Fluggesellschaften und Reiseveranstalter ihre Kunden nicht über die Möglichkeit einer Entschädigung und bieten stattdessen Gutscheine an. Wir von ReiseRecht helfen Ihnen schnell und kompetent bei der Erstattung Ihrer Ticketkosten. Das Gute: Die Erstberatung ist kostenlos. Gebühren fallen nur bei Erfolg an. 

Wie verhalte ich mich bei meiner Einreise aus einem Risikogebiet?

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss einen negativen Corona-Test (das Testergebnis darf höchstens 48 Stunden alt sein) vorweisen oder sich nach Ankunft direkt nach Hause und dort in eine zwei Woche dauernde häusliche Quarantäne begeben. Hinzu kommt: Sie müssen sich umgehend bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt melden. 

Reisen Sie mit dem Flugzeug, Schiff, Zug oder Bus aus einem Risikogebiet nach Deutschland ein, müssen Sie eine sogenannte Aussteigekarte ausfüllen. Hier müssen Sie Angaben zu eventuellen COVID-19-Symptomen und zu einem vorhandenen Testergebnis machen. Die Aussteigekarten werden an die jeweiligen Gesundheitsbehörden übermittelt. Sollte ein positives Testergebnis vorliegen, können die örtlichen Behörden Stichprobenkontrollen zum Check der häuslichen Quarantäne durchführen.

Während der Quarantäne dürfen Sie das Haus oder die Wohnung nicht verlassen. Verstöße gegen diese Quarantäne-Regeln könnten teuer werden, sie werden in der Regel mit einem hohen Bußgeld belegt.

Aktuelle News (zB „Kostenlose Tests an den Flughäfen fallen weg!“) und Informationen zu der Quarantäne- und Testpflicht bei der Einreise aus einem Risikogebiet erhalten Sie über das Gesundheitsamt und das Auswärtige Amt

Müssen sich auch Kinder testen lassen?

In der Regel sollen sich auch Kinder einem Test unterziehen. Die konkrete Umsetzung erfolgt durch die Bundesländer. 


Weitere Infos zum Corona-Test

„Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut unter www.rki.de/covid-19-tests aufgeführten Staat durchgeführt worden sein.“ (Gesundheitsminsterium D.)

Da der Test nur eine Momentaufnahme darstellt, ist es sinnvoll, nach ca 5-7 Tagen erneut einen Test vorzunehmen.

„Die Möglichkeit zur kostenlosen Testung für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten ist zum Ende der sommerferienbedingten Reisezeit mit dem 15. September 2020 beendet. Für Einreisende, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, gilt ab dem 15. September 2020, dass sie innerhalb von zehn Tagen nach Einreise einen Anspruch auf kostenlose Testung haben.“ (Gesundheitsministerium)

Corona-Test: Was mache ich, wenn ich positiv getestet wurde?

Bei einem positiven Testergebnis, müssen Sie sich für 10 Tage in häusliche Isolierung begeben.

Die Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App kann über die üblichen App-Stores (Apple iOS, Google Android) heruntergeladen werden. Ziel der App ist es, Infektionsketten schneller zu durchbrechen. Nutzer können über die App informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Allerdings muss hier eine gewisse Nähe und Zeitdauer (mehr als 15 Minuten) gegeben sein.

Laut Gesundheitsministerium wurde sie über 18 Millionen Mal heruntergeladen. Das ist, betrachtet man den Zeitraum seit dem Launch, nicht so viel wie erwartet. Angeblich wurden 1,2 Millionen Testergebnissse über die App übertragen. Allerdings kommen hier natürlich auch die Corona-Testergebnisse der Reiserückkehrer hinzu, die sich nach erfolgter Ankunft sich testen lassen haben und das Ergebnis über die App aufgerufen haben. Leider gab es, gerade in der Startphase, immer wieder technische Schwierigkeiten mit der App.

Sie haben weitere Fragen zu COVID 19 oder zur Corona-Pandemie?

Auf der Seite des Robert-Koch-Instituts finden Sie einen ausführlichen Frage-Antwort-Katalog. Hier geht es direkt zu den Informationen.

COVID-19-Schutzmaßnahmen im Alltag