Entschädigung bei Pauschalreisen? Alle Fakten: Reisepreisminderung, Entschädigung bis 600 €, Rücktritt von der Pauschalreise. Sie haben ein Recht auf Entschädigung durch die Airline oder den Reiseveranstalter.

Unkompliziert, bequem, entspannt: Das sind die Versprechen der Pauschalreise für den heiß ersehnten Urlaub.

Doch was, wenn die Flugzeiten plötzlich geändert werden, es einen Gepäckverlust gibt, der Flug ausfällt oder eine Flugverspätung vorliegt? Wie sind Ihre Rechte als Fluggast bei einer Pauschalreise? Welche Erstattung seitens der Fluggesellschaft können Sie erwarten?

Unsere ReiseRecht-Experten helfen Ihnen, damit es für Sie schnell heißt: Geld zurück bei Flugverspätung oder Flugausfall auf Pauschalreisen.

Ihre Rechte als Pauschalreisender!

    • Als Fluggast haben Sie das Recht auf die ursprünglich gebuchten Zeiten.
    • Anspruch auf eine Entschädigung bis zu 600€ bei einer Flugverspätung ab 3 Stunden.
    • Flugverspätung mehr als 4 Stunden: Sie können eine Reisepreisminderung geltend machen.
    • Rücktritt von der Pauschalreise: Möglich, wenn die Reiseleistung durch Flugverspätung maßgeblich beeinträchtigt wird
    • Gepäckverlust: Erstattung eines Teils des Reisepreises

Checkliste für Pauschalreisende

  • Unterlagen und Belege aufbewahren. Dies sind u.a. Ausgaben/Kosten, Tickets, Gutscheine.

  • Bestätigung des Verspätungsgrundes durch die Airline

  • Seien Sie pünktlich am Check-In und der Gepäckaufgabe

  • Versorgungsleistungen am Flughafen? Bestehen Sie auf diese!

  • Schnelle Entschädigung? Unsere ReiseRecht-Experten helfen Ihnen  schnell und unkompliziert.

  • Wie hoch ist ihr Entschädigungsanspruch? Nutzen Sie auch hier die Expertise unserer Top-Rechtsexperten. Die Erstberatung ist kostenlos. Bei Erfolg werden keine Gebühren fällig.
Pauschalreise: Für viele Urlauber der Traum schlechthin. Welche Ticketerstattung gibt es aber, wenn Probleme wie Flugausfall oder Flugverspätung auftauchen?

Sie haben ein Recht auf Entschädigung für Ihre Pauschalreise!

Ihre Fluggastrechte und worauf Sie achten müssen

  • Seien Sie pünktlich am Check In-Schalter

    Beachten Sie hier die angegebenen Zeiten der Fluggesellschaften. Normalerweise beträgt die Zeit 45 Minuten vor Abflug.
    In der Corona-Krise kann es hier jedoch je nach Airline zu Abweichungen kommen. Checken Sie rechtzeitig die Flugdaten Ihrer Pauschalreise online.

  • Zeitpunkt des Flugproblems bei Ihrer Pauschalreise

    Der Flug (Flugausfall, Flugverspätung, Nichtbeförderung) liegt nicht länger als drei Jahre zurück.

  • Airline trägt Verantwortung für Flugproblem bei der Pauschalreise

    Wichtig für eine Entschädigung bei Flugausfall oder Flugverspätung auf einer Pauschalreise: Die Fluggesellschaft ist für den ausgefallenen oder verspäteten Flug verantwortlich.

  • Flieger landet zu spät am Zielort

    Der gebuchte Flieger landet mindestens drei Stunden zu spät am Urlaubszielort.

  • Das Flugzeug innerhalb der EU startet und landet

    Start oder Landung des Flugs ist innerhalb der EU; zudem muss die Fluggesellschaft ihren Sitz in der EU haben.

  • Entschädigung trotz Verpflegungs- und Reisegutscheinen

    Die Airline hat Sie mit Verpflegungs- und Reisegutscheinen versorgt? Ihnen steht trotzdem eine Entschädigung zu. Nutzen Sie unsere ReiseRecht-Expertise!

Erstattung Pauschalreise: die Flugzeit wurde verschoben?

Dieses Problem dürfte jeder Pauschalurlauber kennen. Plötzlich heisst es: Raus aus den Federn – und zwar um 4 Uhr morgens, statt wie geplant gemütlich um 9 Uhr. Der Grund: Der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft hat die Flugzeiten geändert. 

Veränderte Abflugszeiten, Flugverspätung bei einer Pauschalreise – hat der Reisende ein Recht auf Entschädigung? Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen: X ZR 24/13) kann der Kunde einer Pauschalreise auf die ursprünglich gebuchte Reisezeit bestehen. Eine abweichende Reisezeit führe zu einer veränderten vertraglichen Leistung.

Wird die geänderte Reisezeit weniger als 14 Tage vor der ursprünglichen gebuchten Abflugzeit kommuniziert, wird dieses als Flugannullierung gewertet und kann zu einer Entschädigungszahlung von bis zu 600 Euro führen.

  • Kontakten Sie bei einer Änderung der Flugzeit umgehend den Reiseveranstalter der Pauschalreise.
  • Teilen Sie dem Reiseveranstalter mit, dass Sie mit den neuen Flugzeiten (zum Beispiel Änderung Abflugzeit) nicht einverstanden sind.
  • Informieren Sie Ihren Reiseveranstalter, dass Sie -sollten Sie nicht zu den ursprünglichen Zeiten fliegen- eine Reisepreisminderung, angefallene Mehrkosten und eventuelle Schadenersatzansprüche in Rechnung stellen werden.
  • Sie fliegen zur geänderten Reisezeit? Trotzdem können Sie dem Reiseveranstalter zusätzlich entstandene Kosten durch die Flugzeitenänderung in Rechnung stellen. Erwähnen Sie hier wie bei den anderen Punkten stets das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH, Aktenzeichen: X ZR 24/13).
  • Natürlich können Sie und Ihre Mitreisenden einfach einen neuen Flug zum Reiseziel buchen. Auch diesen können Sie dem Reiseveranstalter in Rechnung stellen.
  • Beratung: Das ReiseRecht-Team unterstützt Sie gerne bei Ihrer Forderung nach Entschädigung.

Keine doppelte Entschädigung als Pauschalreisender

Reisende, die einen Pauschalurlaub gebucht haben, können keine „doppelte“ Entschädigung erwarten. Wird eine Reisepreisminderung durch den Reiseveranstalter in Anspruch genommen, kann nicht zusätzlich eine Entschädigung (Ausgleichszahlung) von der Fluggesellschaft gemäß der EU-Fluggastrechte-Verordnung angemahnt werden. In der Regel wird der Betrag, der über eine Fluggesellschaft ausgezahlt werden würde, dann auf den Schadensersatzanspruch oder die Reisepreisminderung gegen den Reiseveranstalter angerechnet.

Reiserücktritt bei Pauschalreise

Wann kann ein Urlauber von seiner Pauschalreise komplett zurücktreten? Für dieses Kündigungsrecht gilt: Nur wenn die vorliegende Flugverspätung erhebliche Auswirkungen auf das gebuchte Gesamtpaket der Pauschalreise hat, ist ein kompletter Rücktritt von der Pauschalreise möglich.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland stellt hierzu fest: „Generell gilt, dass vor Antritt einer Pauschalreise der Reisende jederzeit die Möglichkeit hat, ohne Angabe von Gründen vom Reisevertrag zurückzutreten. Er ist allerdings dann verpflichtet, dem Reiseveranstalter eine „angemessene Entschädigung“ zu zahlen (Stornogebühr, § 651 h I 3 BGB). (…) Zeigt sich nach Antritt der Reise ein Reisemangel, der zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Pauschalreise führt (§ 651 l I 1 BGB), kann der Reisende nach angemessener, erfolgloser Nachfristsetzung zur Abhilfe (§ 651 l I 2 BGB) den Pauschalreisevertrag kündigen.“

Flugverspätung: Entschädigung bei Pauschalreise

Entschädigung bei Flugverspätung: Stichwort ist auch in diesem Fall: „erhebliche“ Flugverspätung. Tritt diese bei der Pauschalreise ein, kann der Reisende seinen Anspruch auf Entschädigung nutzen. Ein deutlich verspäteter Flug gilt als Reisemangel, der Urlauber kann somit eine Minderung des Reisepreises geltend machen. Wichtig: Flugreisende sollten umgehend den Reiseveranstalter auf das Problem hinweisen und eine schriftliche Bestätigung der Flugverspätung anfordern.

Geld zurück bei Flugverspätung während einer Pauschalreise: Nutzen Sie die Expertise unserer ReiseRecht-Experten und sichern Sie sich schnell und unkompliziert Ihre Entschädigung!

Eine Minderung des Reisepreises kann über die sogenannte „Frankfurter Tabelle“ erreicht werden. Sie dient als Orientierung, wieviel Entschädigung Ihnen bei welchen Reisemängeln zusteht.

Das Montrealer Übereinkommen wiederum regelt, dass der Veranstalter zusätzliche Kosten bis zu einer Gesamtsumme von 5.400 Euro übernehmen muss.

Zudem haben Pauschalurlauber dasselbe Recht (auf Entschädigung) wie andere Fluggäste. Sie sind wie alle Flugpassagiere in der EU durch die Fluggastrechte VO 261/04 (EU Fluggastrechteverordnung) besonders geschützt. Bei Flugausfall, Flugverspätung oder Nichtbeförderung haben Fluggäste, somit auch Pauschalurlauber, einen Entschädigungsanspruch von bis zu 600€.

Pauschalreise: Entschädigung bei verpasstem Anschlussflug

Anschlussflug verpasst? Auch in dieser Situation stehen Ihnen als Reisenden Schadensersatzansprüche nach der EG-Verordnung 261/04 zu. In zahlreichen gerichtlichen Entscheidungen wurden die Passagierrechte der Reisenden diesbezüglich gestärkt. Verpassen Sie auf Grund eines verspäteten Fluges Ihren Anschlussflug und erreichen Sie dadurch Ihren Zielort mit mehr als 3 Stunden Verspätung, stehen Ihnen dieselben Ausgleichsansprüche zu wie bei einer normalen Flugverspätung. Das ReiseRecht-Team unterstützt Sie gerne bei Ihrer Forderung nach Entschädigung.

Nach der Rechtsprechung des BGH ist es vollkommen unerheblich wie groß die Verspätung des Teilfluges ist. Entscheidend ist allein die Verspätung am Zielort. Erreichen Reisende ihren Anschlussflug nicht mehr und erreichen ihren Zielflughafen mit mehr als 3 Stunden Verspätung, besteht ein Anspruch auf Entschädigung [BGH, Urteil v. 07.05.2013 – X ZR 127/11].

Es gibt auch einen Anspruch, wenn die Flüge von zwei unterschiedlichen Fluggesellschaften ausgeführt werden.

Heisst: Wenn Sie auch in dieser Situation einen Anschlussflug verpasst haben, stehen Ihnen Schadensersatzansprüche zu. Dieser Anspruch ist unabhängig davon, ob beide Flüge von derselben Fluggesellschaft durchgeführt werden oder durch zwei verschiedene AIrlines. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin sei entscheidend, dass der Reisende die Flüge einheitlich gebucht habe und entsprechend abgefertigt wurde. Dadurch sei es für die Fluggesellschaft erkennbar, dass der von ihr durchgeführte Flug lediglich eine Teilstrecke ist [LG Berlin, Urteil v. 15.10.2013 – 54 S 22/13].

Pauschalreise - Ihre EU-Fluggastrechte

Unkompliziert, bequem, entspannt: Das sind die Versprechen der Pauschalreise für den heiß ersehnten Urlaub. Doch was, wenn die Flugzeiten plötzlich geändert werden, es einen Gepäckverlust gibt, der Flug ausfällt oder eine Flugverspätung vorliegt? Wie sind Ihre Rechte als Fluggast bei einer Pauschalreise? Welche Erstattung seitens der Fluggesellschaft können Sie erwarten? Unsere ReiseRecht-Experten geben die besten Tipps für Pauschalurlauber.

Sie möchten mehr über Ihre EU-Flugastrechte wissen? Hier finden Sie den Wortlaut der EU-Fluggastrechte Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen.