Ihr Recht: Bis zu 1.385 € Entschädigung. Schadensersatz-Ansprüche sind 2 Jahre gültig. Gepäck verloren, verspätet oder verspätet: Die ReiseRecht-Experten unterstützen Sie bei Ihrem Recht auf Erstattung und informieren Sie, welche Entschädigung Sie erwarten können.

Gepäckverlust oder Gepäckverspätung nach einem Flug vermiest so manchem Urlauber nicht nur die gute Laune, sondern wirft auch Fragen nach einer Entschädigung auf. Das Gute: Im sogenannten Montrealer Übereinkommen ist Gepäckverlust, Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung klar zu Gunsten des Reisenden geregelt. Dieses Fluggastrecht besagt, dass dem Reisenden unabhängig von der Anzahl der Gepäckstücke bis zu 1385 Euro zustehen. Und: Bei verlorenem oder beschädigtem Gepäck sind Ansprüche auf Schadensersatz zwei Jahre gültig. Wichtig auch: Der Passagier ist stets in der Nachweispflicht.

Verlorenes, beschädigtes oder verspätetes Gepäck?
Ihre Fluggastrechte und worauf Sie jetzt achten sollten.

Gepäckverspätung - Diese Entschädigung können sie erwarten!

Die Art und Höhe der Entschädigung bei Gepäckverspätung entscheidet unter anderem der Ort, an dem das Gepäckstück eintrifft.

Verspätet sich der Koffer am Zielflughafen der Reise, haben Passagiere Anspruch auf die Basics im Bereich Kleidung und Kosmetik. Der Einkaufswert darf die Summe von 1385 Euro nicht überschreiten.

Trifft das Gepäckstück zu spät am Wohnort ein, hat der Passagier kein Anrecht auf Schadensersatz.

Wichtig: Melden Sie sich spätestens 21 Tage nach Erhalt Ihres verspäteten Gepäcks schriftlich bei der Fluggesellschaft und fügen Sie dem Schreiben Ihre Belege (Kleidung, Kosmetika etc.) bei.

Ihr Koffer ist verspätet? Ihre To Do-Checkliste bei Verspätung des Koffers

Im Falle eines verspäteten Gepäckstücks ist es wichtig, dass Sie schnell reagieren. Wir haben Ihnen die wichtigsten To Dos in einer Checkliste zusammengestellt:

Gepäckverspätung melden

Gehen Sie sofort zum Lost & Found-Schalter am Flughafen.

Jedes Jahr gehen weltweit mehrere Millionen Koffer und Gepäckstücke auf Flugreisen verloren. Nur ein Bruchteil der Koffer bleibt für immer verschollen. In mehr als 90% der Fälle tauchen die Gepäckstücke innerhalb von 48 Stunden wieder auf.

Gepäck-Sticker mit Gepäckregistrierungsnummer

Zeigen Sie dort den Gepäck-Sticker vor, den Sie beim Check-In erhalten haben. Bei manchen Fluggesellschaften wie easyJet geben Sie das Gepäck inzwischen selbst auf. Auch hier erhalten Sie aus dem Automaten einen Gepäck-Sticker. Auf diesem befindet sich die Gepäckregistrierungsnummer, mittels derer der Koffer nachverfolgt werden kann.

Fluggesellschaft kontaktieren

Kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft. Jede Airline hat einen Kontakt-Bereich. Hier können Sie diese direkt über eine E-Mail oder ein Formular kontaktieren. Fragen Sie direkt nach, welche Kosten Ihnen konkret ersetzt werden und in welcher Höhe Sie sich Kleidung und Kosmetika kaufen können.

Falls dieses nicht möglich ist oder Sie keine Antwort erhalten, wenden Sie sich an unsere ReiseRecht-Experten.

Gepäckverspätung oder -verlust auf einer Pauschalreise?

Bei einem Gepäckverlust oder einer Verspätung während einer Pauschalreise wenden Sie sich bitte an den Reiseveranstalter oder vor Ort den Reiseleiter. Gerne helfen Ihnen auch unsere ReiseRecht-Experten weiter. Fehlt das Gepäckstück während der gesamten Pauschalreise, so rechtfertigt dies eine Reisepreisminderung um 40 Prozent.

Nehmen Sie auf jeden Fall unsere Kontaktdaten mit auf die Reise: 0049/5465/20379890, E-Mail: info@reiserecht.com

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Gepäckverlust: Verlorenes, beschädigtes oder verspätetes Gepäck - die ReiseRecht-Experten helfen Ihnen jederzeit gerne weiter!

Gepäckverlust: So sichern Sie sich Ihre Entschädigung!

  • Belege aufbewahren: Erstellen Sie vor dem Schließen des Koffers eine Packliste mit den Kaufbelegen (falls vorhanden) der eingepackten Dinge. Bewahren Sie diese Belege auf und reichen Sie sie via Post bei der jeweiligen Fluggesellschaft ein.
  • Gepäckverlust melden: Das Problem, sei es nun verspätetes, beschädigtes oder verschollenes Gepäck, umgehend am Schalter (Lost & Found) melden.
  • Gepäckverlust: Füllen Sie bei der Gepäckermittlung das entsprechende Formular aus. Machen Sie sicherheitshalber ein Foto von dem ausgefüllten Dokument.
  • Gepäckbeschädigung: Reisende müssen innerhalb von 7 Tagen Ihren Schadensersatzanspruch gegenüber der Fluggesellschaft geltend machen.
  • Gepäckverspätung: Kommt der Koffer zu spät an, dürfen Sie die wichtigsten Sachen käuflich erwerben. Heisst: Keine große Shoppingtour durch ein Luxusmarken-Kaufhaus. Sie dürfen sich nur die wichtigsten Sachen an Kleidung kaufen, darüber hinaus unverzichtbare Dinge wie eine Zahnbürste. Hier gilt ungefähr dieselbe Höchstgrenze wie bei Gepäckverlust: etwa 1385 Euro.
  • Bei Flugausfall oder Flugverspätung steht Ihnen ebenfalls ein Entschädigung zu. Kontaktieren Sie auch hierzu unser ReiseRecht-Experten, das Sie gerne bei Ihrem Anrecht auf Entschädigung unterstützt.

Ihre Fluggastrechte bei Gepäckverlust & Gepäckverspätung

Diesen Schock möchten sich Reisende gerne ersparen: Das Gepäckband am Zielflughafen läuft und läuft – nur der eigene Koffer ist weg. Ihre Rechte: Entschädigung bis zu 1.385 Euro. Die Schadensersatzansprüche gegen die Fluggesellschaft sind 2 Jahre gültig.

Ein entspannter Urlaubsstart sieht anders aus, trotzdem ist ein Gepäckverlust kein Grund zu verzweifeln. Denn Fluggäste können in dieser Situation Ansprüche gegen die Fluggesellschaft erheben. Diese sind im Montrealer Übereinkommen geregelt. Betroffene Reisende können auf Kosten der Fluggesellschaften die ersten Tage überbrücken; insgesamt steht Fluggästen laut diesem Übereinkommen eine Entschädigung bis zu 1.385 Euro zu.

Verloren gilt ein Koffer, wenn er mehr als 21 Tage später eintrifft oder gar nicht ankommt. Reisende müssen ihren Gepäckverlust umgehend vor Ort melden und das entsprechende Formular ausfüllen.

Das ReiseRecht-Team unterstützt Sie gerne bei Ihrer Forderung nach Entschädigung.

Koffer beschädigt - Die Tipps der ReiseRecht-Experten

Ihr Koffer purzelt beschädigt auf das Gepäckband? Sie erhalten eine Entschädigung, wenn die Beschädigung des Koffers während des Flugtransports erfolgte. Dieser Schadensersatzanspruch beträgt maximal 1.385 Euro; die genaue Höhe wird anhand des Zeitwert des Koffers errechnet. In der Regel ziehen Fluggesellschaften pro Jahr 10 – 30 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises ab. Die Fluggesellschaft hat allerdings auch das Recht, kleinere Schäden reparieren zu lassen.

Die Tipps der ReiseRecht-Experten:

  • Schäden festhalten

    Halten Sie alle vorgefundenen Schäden schriftlich und mit Fotos fest. Wichtig: Bei den meisten Kameras/Handykameras wird automatisch das Datum der Aufnahme gespeichert; auch das könnte bei der Beweisaufnahme wichtig werden.

  • Informieren Sie die Airline über die Gepäckbeschädigung

    Wenden Sie sich an die jeweilig Fluggesellschaft und teilen Sie dieser das Problem mit der Gepäckbeschädigung mit. Sollte es hier zu Komplikationen kommen (Sie erreichen niemanden oder erhalten keine Antwort), können Sie gerne jederzeit unsere ReiseRecht-Experten kontaktieren.

  • Gepäck beschädigt: Füllen Sie den Schadensbericht aus

    Sie können am Flughafen einen Schadensbericht (Property Irregularity Report) ausfüllen oder der Fluggesellschaft den Sachverhalt zu dem beschädigten Koffer spätestens 7 Tage nach Erhalte des Gepäckstücks schriftlich schildern

  • Ermitteln Sie den Wert des Koffers

    Haben Sie noch den Kaufbeleg für den Koffer? Dieser ist hilfreich, um den Wert des Koffers zu ermitteln. Ist ein solcher nicht vorhanden, müssen Sie den aktuellen Wert der Tasche herausfinden. Dieses geht in der Regel relativ schnell über passende Online-Shops.

Gepäckverlust auf einer Pauschalreise?

Pauschalreisende sind hier besonders geschützt. Fehlt dem Reisenden bei einer Pauschalreise während des gesamten Urlaubes das Gepäckstück, so rechtfertigt dies zu einer Reisepreisminderung um 40%.

In dem vor dem AG Bad Homburg (Urteil v. 24.09.2019 – 2 C 130/19 (28) verhandelten Fall reiste eine Frau für 14 Tage nach Kuba. Auf dem Flug ging das Gepäckstück verloren und konnte auch während des gesamten Urlaubes nicht nachgeliefert werden. Das Amtsgericht Bad Homburg sprach der Klägerin den Anspruch auf Reisepreisminderung zu. Die Reise sei in erheblichem Umfang mit Mängeln behaftet gewesen, weil die Klägerin während des gesamten Urlaubs auf den Inhalt ihres Reisekoffers vollständig verzichten musste. Dies rechtfertige eine Reisepreisminderung von 40%.